Medienmitteilungen

Gemeinsam kämpfen – für eine starke AHV

Die diesjährigen Feierlichkeiten zum 01. Mai stehen unter dem Motto „Gemeinsam kämpfen – für eine starke AHV“. Die 1. Mai-Feier findet am Sonntag, 1. Mai 2016 ab 10.30 Uhr mit einer Festwirtschaft auf dem Theaterplatz statt. Gegen 11.00 Uhr sprechen Vania Alleva, Präsidentin Unia Schweiz und Patrik Degiacomi, Stadtratskandidat Chur, SP, zu der Versammlung. Daneben sind Kurzreden der JUSO Graubünden, Amnesty International Gruppe Chur und des Kurdischen Kultur- und Solidaritätsvereins geplant. Als Rahmenprogramm tritt Etrit Hasler mit Slam Poetry auf. Organisiert wird die Maifeier vom Gewerkschaftsbund, der SP und der JUSO Graubünden sowie vom Kurdischen Kultur- und Solidaritätsverein Chur. Bei Schlechtwetter wird ein Zelt aufgestellt.

Generationenvertrag einhalten

Die Zukunft der AHV und ein neues Präsidium prägten die Delegiertenversammlung des Gewerkschaftsbundes
Graubünden (GGR).

Wirtschaft und Politik säen Zweifel an der AHV und schüren Angst. Ihr Ziel: Sie wollen die AHV-Leistungen abbauen und damit den Generationenvertrag untergraben. Dem setzen sich die Gewerkschaften mit ihrer Initiative „AHVplus“ tatkräftig entgegen. Die AHV ist auch heute noch finanzierbar. Dies zeigte Doris Bianchi, Sozialversicherungs-Expertin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, in ihrem Referat eindrücklich. So ist der Anteil der AHV an jedem in der Schweiz erwirtschafteten Franken seit 1975 stabil (1975 waren es CHF 0.05 und heute CHF 0.06 Franken). Zudem ist das Finanzierungssystem, dass mehr Beschäftigte und höhere Löhne auch mehr Beiträge erwirtschaften, hilfreich. Zurzeit gehen wegen der Baby-Boomer-Generation überdurchschnittlich viele Menschen in Rente. Deshalb braucht es eine vorübergehende Zusatzfinanzierung. Mit einem Mehrwertsteuerprozent kann dieser absehbare Mehrbedarf abgedeckt werden. Dieser Schritt stärkt zudem die tiefen und mittleren Einkommen. So beschloss die Delegiertenversammlung des Gewerkschaftsbundes Graubünden GGR einstimmig die JA-Parole, dies auch als Zeichen, dass der bestehende Generationenvertrag eingehalten werden muss. Verabschiedet wurde auch eine Resolution für ein „NEIN zur Initiative Pro Service public“. Die geplanten Einschränkungen und das Verbot zur Quersubventionierung treffen die öffentlichen Dienstleistungen und damit den Kanton Graubünden im Kern. Nur dank Überschüssen und Gewinnen können die „Bundesbetriebe“ an anderen Orten Verluste auffangen. Nur dank finanziell starken Unternehmen kann die öffentliche Hand die Grundversorgung bis in die Randregionen und Talschaften Graubündens garantieren.

Voller Tatendrang ist auch der neue Vorstand des Gewerkschaftsbundes Graubünden (GGR). Als Nachfolger des bisherigen Präsidenten wurde einstimmig Simon Suter (Landquart) gewählt. Simon Suter kennt die breite der Arbeitswelt, hat er doch schon als Pizzakurier und Taxifahrer gearbeitet; heute begleitet er als Lehrer die SchülerInnen auf ihrem Weg. Die Arbeitswelt umschliesst vom Lehrling bis zu den Pensionierten mehrere Generationen. So wird sich Simon Suter, gemeinsam mit dem GGR-Vorstand dafür einsetzen, dass der Generationenvertrag in der Arbeitswelt eingehalten wird.

Ein Neues Gesicht

Die Sorge um den Fachkräftemangel und ein Neues Gesicht prägten die gestrige Delegiertenversammlung des Gewerkschaftsbundes Graubünden (GGR).

Welche Auswirkungen der Fachkräftemangel für Graubünden hat, und welche Lösungsansätze dazu aktuell diskutiert werden, wurde in einem öffentlichen Podiumsgespräch skizziert. Der Fachkräftemangel trifft Graubünden und die Problematik wird eher noch zunehmen. Rita Wiesendanger (Leiterin Amt für Berufsbildung) konnte dabei aufzeigen, dass im Kanton für eine Verbesserung der Situation gearbeitet wird. Dass dabei den Branchenverbänden eine zentrale Rolle zukommt, verdeutlichte Andreas Felix (Geschäftsführer Baumeisterverband Graubünden). Innerhalb ihres GAV besteht mit dem Parifonds ein sozialpartnerschaftliches Instrument, welches den Baumitarbeitenden ein Bildungsangebot zur fachlichen Förderung ermöglicht. Solch ein „Bildungsfonds“ auf Basis eines GAV, so der Gesprächsführer Thomas Hensel (Regionalsekretär der Gewerkschaft VPOD) wäre gerade auch im Bündner Gesundheitsbereich ein sinnvoller und notwendiger Ansatz, um dem Pflegenotstand entgegen zu treten. Es wurde schon viel über den Fachkräftemangel gesprochen, auch in Bundesbern. Doch nun müssen den Worten konkrete Taten folgen, so SP-Nationalrätin Martina Munz aus Schaffhausen.

Voller Tatendrang ist auch das neue Gesicht des Gewerkschaftsbundes Graubünden (GGR). Caroline Walter hat die Nachfolge des langjährigen Sekretären Vitus Locher übernommen und mit diesem Abend ihre erste Delegiertenversammlung erfolgreich absolviert.

Gewerkschaftsbund Graubünden fasst Parolen

Der Gewerkschaftsbund Graubünden hat jeweils einstimmig folgende Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 28. Februar 2016 gefasst. Nein zur Durchsetzungsinitiative, weil sie einerseits dem Ruf der Schweiz als Wirtschaftsstandort schadet und andererseits ein Zwei-Klassen-Recht einführt. Die Bestrafung einer Tat darf nur vom Ausmass der Tat und nicht von der Nationalität des Täters oder der Täterin abhängen. Nein zur zweiten Gotthardröhre, weil sie die Verlagerung des Alpentransitverkehrs von der Strasse auf die Bahn gefährdet. Nein zur Initiative „gegen die Heiratsstrafe“, da es keine Benachteiligung verheirateter Paare gegenüber anderen Lebensgemeinschaften bei der Altersvorsorge und den Steuern gibt. Und schliesslich Ja zur Spekulationsstopp-Initiative, weil sie unmoralische Spekulations-Geschäfte mit Agrarrohstoffen und Nahrungsmitteln auf Schweizer Boden einschränkt.

An der real existierenden Wirtschaft vorbei politisiert

Arbeitnehmende sind das Kapital eines jeden Unternehmens. Ohne motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewegt sich kein Betrieb wirtschaftlich vorwärts. Wie wichtig gute Arbeitnehmende sind, zeigt sich am bestehenden Fachkräftemangel. Der Fachkräftemangel in der Schweiz spitzt sich weiter zu. Fast jedes zweite Unternehmen hat Mühe, passende Mitarbeiter zu finden. Die Knappheit führt bei den Unternehmen zu Defiziten bei der Auftragserfüllung, zu weniger Wettbewerbsfähigkeit und weniger Produktivität. Zu den meistgesuchten Mitarbeitenden gehören unter anderem Facharbeitende, Geschäftsführende und Buchhaltungsfachpersonen, sowie besonders auch Verwaltungspersonal.

Wenn sich nun Gewerbeverband, Handelskammer und Arbeitgeberverband zusammenschliessen, um gegen die Arbeitnehmenden, in erster Linie jene des Kantons, den Lohnabbau zu fordern, dann verkennen sie die aktuelle Wirtschaftslage. Sie verkennen auch, dass bei den aktuell laufenden Lohnverhandlungen die meisten privaten Unternehmen zwar bei Reallohnerhöhungen keine Sprünge machen, aber dennoch Budgetpositionen festlegen, um notwendige strukturelle Lohnanpassungen und individuelle Lohnerhöhungen vornehmen zu können. Man könnte fast meinen, dass die Arbeitgeberorganisationen bewusst den Kanton schwächen wollen, um ihre eigene Position auf dem Markt der Arbeitskräfte zu verbessern. Doch auch hier lähmen sie sich in ihrer eigenen Handlungsfähigkeit.

Die Bevölkerung und die Unternehmen brauchen einen starken und funktionierenden Kanton, der dafür sorgt, dass beispielsweise Bewilligungsverfahren, Kontrollen gegen Schwarzarbeit, Projektverfahren und die Freigabe von öffentlichen Mitteln fachkompetent und sachgerecht erfolgen. Ein auch dank seinen Mitarbeitenden gut funktionierender Kanton stärkt die Bündner Wirtschaft.

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