Medienmitteilungen

An der real existierenden Wirtschaft vorbei politisiert

Arbeitnehmende sind das Kapital eines jeden Unternehmens. Ohne motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewegt sich kein Betrieb wirtschaftlich vorwärts. Wie wichtig gute Arbeitnehmende sind, zeigt sich am bestehenden Fachkräftemangel. Der Fachkräftemangel in der Schweiz spitzt sich weiter zu. Fast jedes zweite Unternehmen hat Mühe, passende Mitarbeiter zu finden. Die Knappheit führt bei den Unternehmen zu Defiziten bei der Auftragserfüllung, zu weniger Wettbewerbsfähigkeit und weniger Produktivität. Zu den meistgesuchten Mitarbeitenden gehören unter anderem Facharbeitende, Geschäftsführende und Buchhaltungsfachpersonen, sowie besonders auch Verwaltungspersonal.

Wenn sich nun Gewerbeverband, Handelskammer und Arbeitgeberverband zusammenschliessen, um gegen die Arbeitnehmenden, in erster Linie jene des Kantons, den Lohnabbau zu fordern, dann verkennen sie die aktuelle Wirtschaftslage. Sie verkennen auch, dass bei den aktuell laufenden Lohnverhandlungen die meisten privaten Unternehmen zwar bei Reallohnerhöhungen keine Sprünge machen, aber dennoch Budgetpositionen festlegen, um notwendige strukturelle Lohnanpassungen und individuelle Lohnerhöhungen vornehmen zu können. Man könnte fast meinen, dass die Arbeitgeberorganisationen bewusst den Kanton schwächen wollen, um ihre eigene Position auf dem Markt der Arbeitskräfte zu verbessern. Doch auch hier lähmen sie sich in ihrer eigenen Handlungsfähigkeit.

Die Bevölkerung und die Unternehmen brauchen einen starken und funktionierenden Kanton, der dafür sorgt, dass beispielsweise Bewilligungsverfahren, Kontrollen gegen Schwarzarbeit, Projektverfahren und die Freigabe von öffentlichen Mitteln fachkompetent und sachgerecht erfolgen. Ein auch dank seinen Mitarbeitenden gut funktionierender Kanton stärkt die Bündner Wirtschaft.

Nationalratswahlen 2015: Wahlempfehlung des Gewerkschaftsbundes Graubünden (GGR)

Der Gewerkschaftsbund Graubünden (Dachorganisation der Bündner Gewerkschaften AVENIR SOCIAL, GARANTO, SBPV, SEV, SMPV, SSM, SYNDICOM, UNIA und VPOD) setzt sich dafür ein, dass am 18. Oktober ein Parlament mit einer starken gewerkschaftlichen Vertretung gewählt wird. Nur so können existenzsichernde Löhne und Renten sowie eine Stärkung der Binnennachfrage erreicht werden. Der GGR ruft daher seine Mitglieder dazu auf, mit ihrem Wahlzettel dafür zu sorgen, dass die Interessen der Arbeitnehmenden und der Rentnerinnen und Rentner gestärkt werden. Um den Arbeitnehmenden im Nationalrat eine Stimme zu geben, unterstützt der GGR deshalb Kandidaten und Kandidatinnen, welche sich für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne, sichere Renten und bezahlbares Wohnen einsetzen und Mitglied in einer der angeschlossenen Gewerkschaft sind. Dies sind die KandidatInnen der Liste 4, SP (Silva Semadeni, Jon Pult, Hanna Bay, Beatrice Baselgia und Andreas Thöny) sowie Liste 6, JUSO (Flurina Bezzola, Pascal Pajic und Dominik Huber).

Politik und viel Kultur

Die diesjährigen Feierlichkeiten zum 01. Mai stehen unter dem Motto „Soziale Gerechtigkeit statt Ausgrenzung“. Ab 17.00 Uhr läuft auf dem Theaterplatz in Chur die Festwirtschaft und das musikalische Rahmenprogramm durch „Kouglof“, welche mit osteuropäischer Volksmusik unterhalten. Gegen 18 Uhr spricht Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes und St. Galler Ständerat zur Versammlung. Daneben sind Kurzreden der JUSO Graubünden und des Kurdischen Kultur- und Solidaritätsvereins geplant. Um 19.30 Uhr liest Andri Perl, Musiker und Schriftsteller, im „Cafézeit“. Ab 21.00 Uhr findet ein Fest in der „Werkstatt“ mit irischen Folk- und Rebellensongs von „Balladeering Tinkers“ statt. Organisiert wird die Maifeier vom Gewerkschaftsbund, der SP und der JUSO Graubünden sowie vom Kurdischen Kultur- und Solidaritätsverein Chur.

Nein zu „Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen“

Der Gewerkschaftsbund Graubünden lehnt die Volksinitiative „Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen“ ab. Sie ist zu wenig zielgerichtet und verteilungspolitisch falsch.

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